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Wieviel Öko steckt in Ökostrom-Zertifikaten? |
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13.04.2011
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Der Bezug von RECS-zertifiziertem „Ökostrom“ durch die Stadtwerke Brühl hat eine kontroverse Diskussion ausgelöst. Es ist allen klar, dass man tatsächlich elektrische Energie aus den Kraftwerken der Region, also aus Braunkohle bezieht. Einen kleineren Teil macht Wind- und Wasserkraft aus. Zahlreiche Anbieter lockten zunächst mit billigem, z.B. „gelbem“ Strom und nutzten die deutsche „Geizwelle“. Daneben bieten verschiedene Firmen und Organisationen „grünen“ Strom an, der natürlich nicht direkt beim Verbraucher ankommt. Entscheidend ist, ob dadurch der sogenannte „Energiemix“ in Deutschland zu erneuerbaren Energiequellen verschoben wird und der CO2-Ausstoß vermindert wird oder gar Kernkraftwerke abgeschaltet werden können. Dazu liefert sicher auch der indirekte Bezug von elektrischer Energie aus norwegischen Wasserkraftwerken einen Beitrag. Wie dieser zu bewerten ist, wird derzeit kontrovers diskutiert. Die Brühler SPD-Fraktion beantragt daher, dass diese Frage mit kompetentem Sachverstand von Seiten der Stadtwerke und der Verbraucherberatung im Umweltausschuss diskutiert wird.
Damit soll die Debatte vertieft und nachvollziehbar werden. Alle Anbieter von billigem oder Ökostrom wollen natürlich – das wird meist verschwiegen an die kräftige Gewinnmarge, die bei Marktpreisen zu erzielen ist. Nach Auffassung der SPD-Fraktion ist es zum Wohl unserer Stadt wichtig, dass diese Gewinne bei den Stadtwerken bleiben und der städtischen Infrastruktur zu Gute kommen. Auch aus diesem Grund halten wir das Angebot von „Grünstrom“ für eine geschickte Maßnahme des Marketings. Darüber hinaus aber sind die Stadtwerke schon seit 1999 dabei, in Kraftwärmekopplung, Solaranlagen mit Bürgerbeteiligung und neuerdings in ein Biomassekraftwerk zu investieren und diese Energie in Brühl zu vermarkten. Direkteren „Ökostrom“ gibt es nicht.
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