| Elternwille wird missachtet! |
| 11.05.2011 | |
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70 Brühler Schüler wurden abgelehnt. Stadt Brühl muss endlich auf den Wunsch nach längerem gemeinsamen Lernen eingehen Die Anmeldungen für das neue Schuljahr bestätigen deutlich, dass der Trend gegen die Hauptschule anhält. Nur noch 42 Anmeldungen verzeichnet die Brühler Clemens August Hauptschule für das kommende Jahr – im letzten Jahr waren es immerhin noch 60. Der geltende Schulentwicklungsplan sagt für das Jahr 2011 75 Anmeldungen voraus – er wird Makulatur! Würden in den Klasse 7 und 8 nicht teilweise zwangsmäßig Schüler in die Hauptschule überwiesen, stünde sie bereits lange vor dem aus. Leider werden dabei auch oft verhaltensauffällige Schüler von anderen Schulformen „weitergereicht“. Peter Klein (Schulpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion): „Trotz engagierter Arbeit der Lehrerinnen und Lehrer an dieser Schulform zeigt sich die fehlende Akzeptanz von Eltern, Gesellschaft und Wirtschaft immer dramatischer. Wenn selbst Schülerinnen und Schüler mit einem guten Hauptschulabschluss 10 Typ B (Fachoberschulreife ) keinen mehr Job bekommen, läuft hier einiges schief. Diese Schüler können nur in einer offenen Schule mit gemeinsamen Lernen gefördert werden!“ Umso schlimmer wird diese Situation durch das Fehlen von Alternativen. Die Brühler Gesamtschule hat in diesem Jahr 115 Kinder abgelehnt, davon alleine 60 aus Brühl. Hier besteht dringender Handlungsbedarf. Welche Chancen haben diese Kinder? Auch die Erich Kästner-Realschule hat 11 Schülerinnen und Schüler abgelehnt, davon 10 aus Brühl. Die Ablehnung einer Gemeinschaftsschule in Merten durch die CDU/FDP-Mehrheit im Brühler Rat hat, so brachte es eine SPD-Anfrage zu Tage, die Gründung der Gemeinschaftsschule torpediert. Die CDU im Land und in Brühl sollte sich endlich der Realität stellen und gemeinsam mit den anderen Fraktionen nach Alternativen suchen. Langfristig wird die Brühler Schullandschaft - mit oder ohne Gemeinschaftsschule in Merten – aufgrund der zukünftig sinkenden Schülerzahlen erheblich unter Druck geraten. Bis dahin darf aber nicht einfach weiter der Elternwille massiv missachtet und fahrlässig mit der Zukunft dieser abgelehnten Schüler gespielt werden. Schulausschussvorsitzender Wilfried Blanke (SPD): „Die SPD hat bereits im letzten Jahr alternative Handlungsoptionen dargestellt. Jenseits der Nomenklaturen Gesamtschule, Verbundschule oder Gemeinschaftsschule muss eine Lösung zum Wohle der Kinder herauskommen. Ein gerechtes, durchlässiges Schulsystem, mit längerem gemeinsamem Lernen. Es ist zu hoffen, dass die Fraktionen im Landtag zu einer gemeinsamen Lösung kommen und die notwendigen Veränderungen nicht durch Systemkämpfe verhindert werden.“ |
